Expertenwissen
 

Kreditangebote für Baufinanzierung sorgfältig prüfen

Gute Argumente und Angebots-Vergleich helfen bei Bank-Verhandlung

Wer Geld hat, um dieses anzulegen, ist an möglichst hohen Habenzinsen interessiert. Wer allerdings Geld benötigt, um beispielsweise den Bau oder Kauf seines Hauses oder einer Wohnung zu finanzieren, hat das gegenteilige Interesse: Das Hypotheken-Darlehen sollte, gemessen am Effektivzins, möglichst preiswert sein. Wer die Kreditangebote zur Baufinanzierung sorgfältig vergleicht, kann viel sparen. Gute Argumente erleichtern die Verhandlung mit der Bank.

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Ein oder zwei Zehntel-Prozentpunkte machen bei der Baufinanzierung viel Geld aus. Bauherren sollten die Angebote verschiedener Banken deshalb genau vergleichenFoto: aktion pro eigenheim

Nicht nur möglichst günstige Zinsen sollte die Baufinanzierung bieten. Die Bank oder Sparkasse als Kreditgeber sollte idealerweise auch auf Gebühren und andere zusätzliche Kostenposten völlig oder größtenteils verzichten. Bei dem harten Wettbewerb der Institute untereinander lohnen sich ein Angebotsvergleich und hartes Verhandeln in jedem Fall. So bringt jeder Zehntel Prozentpunkt niedrigerer Kreditzins über die Jahre erhebliche Einsparungen. Beispiel: Bei einem Hypotheken-Darlehen von 200.000 Euro und einem nur zwei Zehntel Prozentpunkte niedrigeren Zins kann der Bauherr immerhin jährlich 400 Euro sparen. Die gesamte Ersparnis bei einer momentan empfehlenswerten Zinsbindungsfrist von 15 Jahren summiert sich somit auf 6.000 Euro. Geld, das sich an anderer Stelle sinnvoll investieren lässt. Etwa in die zusätzliche Tilgung des Hypotheken-Darlehens.

Gute Argumente für die Verhandlung mit der Bank
Hartnäckiges Feilschen und Verhandeln lohnt sich für Bauherren fast immer. Selbst wenn am Ende statt zwei nur ein Zehntel Prozentpunkt Zinsminus herausspringt. Zugleich gilt aber auch: Wer seinen Finanzierungsberater beim Zinspoker überzeugen will, braucht gute Argumente. So sollte der Vergleich von Angeboten einer guten Hand voll unterschiedlicher Darlehensgeber Pflicht sein. Aber auch "weiche Faktoren“ sind oft wichtig. Dazu zählen ein gepflegtes Auftreten sowie die Betonung eigener Stärken: zum Beispiel eines weitest gehend sicheren Jobs, der harmonischen Familienverhältnisse sowie die Bodenständigkeit. Dies alles vermittelt dem Finanzierungsberater bei der Bank oder Sparkasse den Eindruck, dass sein Gegenüber solide wirtschaftet und ein höchstes Interesse daran hat, den finanziellen Verpflichtungen auch nachzukommen.

Angebotsvergleich über Effektivzins nach wie vor schwierig
Seit dem 11. Juni 2010 gilt in Deutschland - auf Grundlage der entsprechenden EU-Richtlinie - ein neues Verbraucherkreditgesetz. Banken müssen daher bei Verträgen auch sämtliche Nebenkosten bei der Berechnung des Effektivzinses berücksichtigen. Der Angebotsvergleich in punkto Effektivzins bleibt aufgrund einer großen Regelungslücke trotzdem sehr schwierig.

Verzicht auf Bearbeitungskosten oder Bereitstellungszinsen macht Kredit attraktiv
Viele Bankberater haben beim Nominalzins des Kredits, dem wichtigsten Bestandteil der Effektivkondition, keinen Verhandlungsspielraum. Zum Ausgleich dürfen sie dem Bauherren oder Immobilienkäufer bei zusätzlichen Kosten und Gebühren entgegenkommen. Das kann den Effektivzins erkennbar verringern. Wenn beim Zins also nichts geht, dann vielleicht bei den genannten Kostenposten. Ein kleiner Hinweis, dass die Konkurrenz darauf verzichtet, wirkt beim Berater der Hausbank erfahrungsgemäß oft Wunder.

 
 
 
 
Quelle: aktion pro eigenheim
 
 
 
 

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