25.10.2014
 

Baufinanzierung: So günstig sind Kredite heute

Zinsentwicklung für Hausbau und Hauskauf im Überblick

Ein Rückblick auf die vergangenen vierzig Jahre zeigt: Noch nie waren die Zinsen für die Baufinanzierungen auf so einem niedrigen Niveau wie heute! Kredite für Hausbau und Hauskauf sind unschlagbar günstig. Bauherren sollten das historische Zinstief nutzen und sich Top-Konditionen für ihre Baufinanzierung sichern.

Grafik: Historischer Überblick der Zinsen zur BaufinanzierungBild größer anzeigen
Die Grafik zeigt die historische Entwicklung der Zinsen bei der Baufinanzierung von 1980 bis heuteFoto: Interhyp AG

Auch im Herbst 2014 hat die Europäische Zentralbank EZB bisher keine Änderung ihres geldpolitischen Kurses bekanntgegeben. In der Folge bleiben auch die Finanzierungsbedingungen für Immobilienkäufer in den kommenden Monaten gut. Bei der Baufinanzierung locken Top-Konditionen: Bei Zinssätzen von unter zwei Prozent können Bauherren derzeit mit einer Monatsrate von 1.000 Euro ein Darlehen von rund 310.000 Euro aufnehmen. Wer das aktuelle Zinsniveau nutzt, kann so günstig bauen wie nie zuvor. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie billig Immobilienkredite heute wirklich sind. Hier die Zinsentwicklung von 1980 bis heute im Überblick:

1980: Baugeld-Zinsen rutschen unter zehn Prozent
Wer im Juni 1980 ein Haus kaufen oder bauen wollte, zahlte auf seinen Kredit Zinsen von rund 9,5 Prozent. Dadurch kostete eine Baufinanzierung über 200.000 Euro mit zehnjähriger Zinsbindung, einem Beleihungsauslauf von 60 Prozent und einer Tilgung von einem Prozent monatlich umgerechnet 1.750 Euro. Die Belastung für ein solches Darlehen summierte sich damit binnen zehn Jahren auf rund 178.000 Euro.

1990: Hochzinsphase nach dem Mauerfall
Mitte der Achtziger waren die Zinsen zwar auf rund 7,5 Prozent gefallen, doch in der Zeit nach der Wiedervereinigung verlangten die Banken bei der Baufinanzierung wieder neun Prozent und mehr Zinsen. Pro Monat mussten Darlehensnehmer dementsprechend erneut rund 1.700 Euro für den besagten 200.000-Euro-Kredit aufbringen.

2000: Beginn der Niedrigzinsära
Zur Jahrtausendwende sind die Zinsen für Immobilienkredite Achterbahn gefahren: Konnten Bauherren Ende der neunziger Jahre bereits zu vier Prozent finanzieren, hatte der Aktienboom die Kreditzinsen Anfang 2000 wieder auf über sechs Prozent getrieben. Im Vergleich zu den vorangegangen Jahren entspannt sich jedoch die Lage bei der Baufinanzierung: Ein 200.000-Euro-Kredit konnte im Juni 2000 bereits mit einer Monatsrate von rund 1.200 Euro bedient werden. Die Kosten dafür lagen auf zehn Jahre gerechnet bei 113.000 Euro.

2010: Willkommen im Zinstief
Die Bankenkrise und die weltweite Erlahmung der Konjunktur haben die Konditionen weiter sinken lassen. Die Zinsen bewegten sich im Juni 2010 bei rund 3,6 Prozent. Im Vergleich zu 2000 halbierte sich die Monatsrate für den beispielhaften 200.000-Euro-Kredit damit fast auf rund 770 Euro. Die Kosten für die Baufinanzierung über zehn Jahre hinweg beliefen sich 2010 auf nur noch rund 68.000 Euro.

2014: Kredit 136.000 Euro billiger als 1980
Heute freuen sich Immobilienkäufer über beste Finanzierungsbedingungen: Die Zinsen für das bekannte Immobiliendarlehen über 200.000 Euro mit der Laufzeit von zehn Jahren und einer 60-prozentigen Beleihung liegen im Juni 2014 bei rund 2,2 Prozent. Die monatliche Kreditrate kostet derzeit mit 533 Euro weniger als ein Drittel der Rate vom Juni 1980 - als rund 1.750 Euro für dasselbe Darlehen fällig waren.

Fazit: Während Kreditnehmer in den achtziger Jahren allein fast die komplette Kreditsumme als Kosten kalkulieren mussten, müssen Häuslebauer heute nur noch knapp 42.000 Euro binnen zehn Jahren zahlen. Wichtig ist: Die niedrigen Zinsen langfristig festschreiben lassen! Empfohlen wird eine Zinsbindungen von zehn, 15 oder 20 Jahren, daneben sind hohe Tilgungsraten von mindestens zwei, besser drei Prozent am Anfang anzuraten.

 
 
 
 
Quelle: Interhyp AG
 
 
 
 

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