Expertenwissen
 

Günstige Zinsen der Baufinanzierung für später sichern

Lange Zinsbindung gibt Bauherren Planungssicherheit

Niedrige Baugeld-Zinsen ermöglichen eine günstige Baufinanzierung. Das gilt allerdings nur, wenn sich Bauherren die Niedrigzinsen für ihr Hypotheken-Darlehen auch möglichst lange sichern. Die Festschreibung der Hypotheken-Zinsen über Jahre oder sogar Jahrzehnte gibt Bauherren auch für die Zukunft finanzielle Planungssicherheit. Empfehlenswert ist eine Zinsbindung von mindestens zehn bis fünfzehn Jahren.

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Bei der Baufinanzierung geht der Trend hin zur langen Zinsbindung. So sichern sich Bauherren und Immobilienkäufer langfristig niedrige Baugeld-ZinsenFoto: KfW-Bildarchiv / Fotoagentur: photothek.net

Wer für die Baufinanzierung seines Hauses ein Hypotheken-Darlehen benötigt, kann den mit der Bank oder Sparkasse vereinbarten Zins über einen längeren Zeitraum festschreiben. Fünf, zehn oder 15 Jahre Zinsfestschreibung sind üblich. Immer häufiger bieten die Institute auch eine Zinsbindung von 20 Jahren an. Der Vorteil für Bauherren: Während der Zinsbindung ändert sich der vereinbarte Darlehenszins nicht, ganz gleich, ob Baugeld teurer oder billiger wird. Erst nach Ablauf der Zinsbindung kommt es zur Anschlussfinanzierung. Die Höhe der Zinskonditionen für die Anschlussfinanzierung müssen neu verhandelt werden. Maßgebend sind dann die zu dieser Zeit aktuellen Bauzinsen.

Baugeld-Zinsen langfristig sichern
Grundsätzlich gilt: Je länger der Bauzins festgeschrieben wird, desto mehr muss der Darlehensnehmer für seinen Kredit zahlen. Durch die Vereinbarung einer vergleichsweise kurzen Zinsbindung von fünf Jahren trägt der Bauherr beispielsweise eine recht geringe finanzielle Belastung. Das eingesparte Geld investiert er in die Entschuldung seines Eigenheims. Der Eigentümer wird auf diese Weise seine Schulden schneller los. Das Risiko besteht aber darin, dass nach fünf Jahren eine Anschlussfinanzierung nötig ist. Falls Baugeld dann deutlich teurer geworden ist, wird der finanzielle Vorteil durch eine zuvor kürzere Zinsbindung zunichte gemacht oder sogar ins Gegenteil verkehrt.

Lange Zinsbindung minimiert Risiken bei Baufinanzierung
Experten empfehlen Häuslebauern daher, solche Zinsrisiken zu begrenzen, indem sie sich für eine möglichst lange Zinsbindung - mindestens zehn, besser 15 Jahre - entscheiden. Der Vorteil für Bauherren: Bei einer Zinsbindung von zum Beispiel 15 Jahren muss sich die Bank an diese Zinsvereinbarungen halten. Der Zins darf nicht verändert werden, selbst falls Baugeld zwischenzeitlich deutlich teurer geworden ist. Bauherren hingegen können Hypotheken-Darlehen mit langer Zinsbindung bereits nach zehn Jahren mit einer Frist von sechs Monaten ganz oder teilweise kündigen. Expertenmeinung zufolge empfiehlt sich das, falls das Zinsniveau für Baugeld dann noch weiter gesunken sein sollte, so dass der Häuslebauer eine Anschlussfinanzierung zu noch besseren Konditionen vereinbaren kann.

 
 
 
 
Quelle: aktion pro eigenheim / Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V.
 
 
 
 

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