Expertenrat

Macht der Einsatz einer Bautrocknung in meinem Neubau Sinn?

Unser Experte Die Redaktion von aktion-pro-eigenheim.de antwortet

Frage von Christian T. am 15.11.2015 

Wir hören ständig, dass ein moderner, gut gedämmter Neubau drei Jahre trocken geheizt werden muss, wenn man ihn nicht maschinell trocknet.

Wir bauen gerade ein EFH im KfW70 Standard. Der Rohbau besteht aus geklebten YTong Steinen. Bis das Dach drauf war, gab es kaum Regen. Nun sind die Fenster drin, der Putz ist an den Wänden und der Estrich wurde verlegt. Hierbei wurde der Zusatz Retanol Eka blau verwendet. Der Hersteller verbietet das Bautrocknen in den ersten 14 Tagen. Nun ist dieser Estrich aber bereits nach 5-7 Tagen belegreif. Somit wird nächste Woche gefliest, danach direkt gemalert. Beide Gewerke raten von einer maschinellen Zwangsbautrocknung während ihrer Arbeiten ab. Durch das zu schnelle Trocknen könnten Farben, Fugen, etc. Risse bilden.

Ich lüfte regelmäßig und weder an Decke, noch an den Fenstern sammelt sich Wasser. Meine Frage ist nun, ob es sich dennoch empfiehlt Bautrockengeräte einzusetzen. Wenn ja, wann ist der beste Zeitpunkt? Was könnt Ihr mir dazu raten? Und macht ein Einsatz von Trocknern hinterher noch Sinn, wenn die Böden mit Fliesen und die Wände mit Vliestapeten "versiegelt" sind?

Antwort von Die Redaktion von aktion-pro-eigenheim.de 

Wenn Sie entgegen der Angaben der Hersteller und Handwerksunternehmen Trocknungsmaßnahmen einleiten, riskieren Sie Schäden, für die die Handwerker/Bauunternehmer nicht haften. Insofern können wir nur abraten und schwer einen Rat aus der Ferne geben. Sie sollten sich vor Ort eng mit den Bauunternehmen abstimmen, welche Maßnahmen sinnvoll sind.

Der Einsatz einer Vliestapete kann sich durch eine praktische luftdichte Oberfläche tatsächlich negativ auf das Austrocknen auswirken, da keine natürliche Feuchteregulierung möglich ist. Diffusionsoffene Materialien wirken sich positiver auf das Raumklima aus.

 
 
 
 
 
 

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